Aus LinksRhein:

"Das Nebelhorn entstand 1980 in Konstanz als eine der damals "typischen" Bewegungszeitungen.

Als linkes Zeitschriftenprojekt wollte es einer vom Monopol des Südkurier informierten Öffentlicheit, die eigene kritische Sichtweise entgegensetzen.Zu seinen besten Zeiten erschien es in einer Auflage von 1500 Exemplaren. Anfang 1989 wurde das Nebelhorn eingestellt.

Nachfolgeorgan des Nebelhorns war das Neue Nebelhorn. Die Bewegungen vor Ort waren abgeflaut. Der Fischmarkt schon lange geräumt. Neben der Lokalpolitik wurden verstärkt überregionale Kampagnen in der Berichterstattung aufgegriffen. Der Serviceteil wurde - dem Trend der Zeit entsprechend - ausgebaut; auch er verhinderte jedoch nicht das Ableben des Neuen Nebelhorn. Die letzte gedruckte Ausgabe erschien Dezember 1994."

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[Konstanz, am 13. Mai 1995]


66 mal Neues Nebelhorn
Chronik eines angekündigten Todes


Liebe Leserin, lieber Leser,

nach der Produktion des Dezember-Heftes 1994 haben wir das Projekt "Neues Nebelhorn" eingestellt. Zunächst hat es wohl kaum jemand gemerkt. Mal ehrlich, wer hatte die nächste Nummer schon pünktlich am ersten Januar erwartet? Und jetzt, fast fünf Monate später, kümmert sich nur noch das Finanzamt ums Neue Nebelhorn.
Dabei hatte es vor fast einem Jahr mit einer harmlos scheinenden Grippe begonnen. Im Sommer veröffentlichten wir eine Doppelnummer, um uns die nötige Verschnaufpause zu verschaffen. Im September folgte dann die "letzte Warnung". Vielleicht erinnert Ihr Euch:

Das Skelett, welches wir aus unserem Archiv ausgegraben hatten, illustrierte den kritischen Zustand unserer Redaktion. Unsere damalige Diagnose lautete: "Eine Grippe, [die] eine Lungenentzündung nach sich ziehen und den Patient hinwegraffen" könnte. Die Umstände, unter denen das Heft monatlich erschien, stimmten nicht mehr. Immer weniger Menschen waren bereit, Zeit und Energie bei uns reinzustecken. Und das hieß letztendlich für die verbliebene Redaktion: Immer mehr Arbeit auf immer weniger Schultern, mit der Folge, das Vieles auf der Strecke blieb. Dies entsprach bei weitem nicht mehr dem Anspruch, den wir an das Zeitungsprojekt hatten. Damals hofften wir noch, daß es ein Danach geben würde, so wie 1989 dem ,,alten" Nebelhorn drei Monate später das Neue Nebelhorn folgte. Doch niemand hinderte uns daran, im Januar die Redaktionsräume auszuräumen.

Wir haben einfach aufgehört.

die Restredaktion

Neues Nebelhorn (c) 2001